Wärmende Momente im Winter – der Tee

ASA Selection lumiViele lieben und zelebrieren ihn – den Tee. Das Genussmittel, welches aus verschiedensten Pflanzenteilen zubereitet wird, wird seit hunderten von Jahren geschätzt und genossen. Dabei ist Tee im Grunde genommen nur ein heißes Aufgussgetränk. Zubereitet wird Tee aber nicht nur aus den Blättern einer Pflanze, sondern auch aus Knospen, Stängeln oder Wurzeln.

Die eigentlichen Teepflanzen waren lange Zeit nur in China bekannt, bis im 19. Jahrhundert in Assam in Indien ebenfalls Teepflanzen gefunden wurden. Diese wurden kultiviert und mit anderen Arten gekreuzt. Die indischen Teepflanzen haben dabei eine Lebenserwartung von ca. 30-50 Jahren, wohingegen die chinesischen Teepflanzen bis zu 100 Jahre alt werden können.

Tee wird relativ einfach in fünf Schritten hergestellt: nach dem Welken, Rollen, Aussieben, Oxidation und Trocknung ist der Tee fertig zum Genießen. Neben dem weit bekannten schwarzen Tee gibt es aber auch noch andere Teearten: beliebt und mittlerweile auch in vielen Supermärkten erhältlich sind grüner und weißer Tee, Oolong Tee (wird nur teilweise oxidiert), „nachvergorener Tee“ (zum Beispiel Pu-Erh-Tee) oder gelber Tee, wobei der gelbe Tee eine nur in China produzierte Spezialität und eine der teuersten Teespezialitäten darstellt.

Bei Tees gibt es unterschiedliche Sortierungen, die Auskunft über die Blattgröße geben. So bezeichnet zum Beispiel „pekoe“ besonders junge Teeblätter, „broken“ kleinblättrige Tees oder „orange“ königliche Qualität. Dadurch können dann kombinierte Sortierungen entstehen, wie beispielsweise orange pekoe. Die Qualität des Tees wird je nach Art des Tees (Schwarztee oder Grüntee) nochmal unterschiedliche gekennzeichnet. Bei grünem Tee gibt es die Qualitätsbezeichnungen Gunpowder, Chun-Mee, Natural Leaf und Matcha – wobei Matcha Tee aus gemahlenen Grünteeblättern hergestellt wird.

Tee richtig zubereiten

Bei der Zubereitung von Tee scheiden sich die Geister, hier sind die Geschmäcker wie so oft verschieden. In Europa hat sich die britische Zubereitung eingebürgert. Dabei wird der Tee mit heißem Wasser (ca. 65 – 90 °C) übergossen und aufgebrüht – aber niemals gekocht. Dazu wird am liebsten weiches Wasser genutzt. Die Ziehdauer ist dabei von Teesorte zu Teesorte verschieden – hier beginnt man mit ca. 20 Sekunden bis zu einer Ziehdauer von 5 Minuten. Durch die Ziehzeit wird angeblich die anregende Wirkung des Tees beeinflusst. Dabei gilt die Faustformel je kürzer der Tee zieht, desto belebender wirkt er – das Koffein wird gleich zu Beginn des Aufbrühens aus dem Tee gelöst, die beruhigende Aminosäure Theanin aber erst nach einigem Minuten. In einer Glaskanne kann man den Zieheffekt eines Tees gut beobachten. Nach einer gewissen Zeit beginnen die oberen Blätter zu sinken, und die unteren aufzusteigen – das ist ein guter Zeitpunkt, den Tee abzugießen und zu genießen.

Getrunken wird der Tee dann letztendlich auch in vielen unterschiedlichen Variationen. So ist in England und Indien Milch im Tee sehr beliebt, in Ostfriesland Sahne und in Tibet Butter. In Westeuropa hat sich die Zugabe von Zitrone weit verbreitet, diese Variante kommt eigentlich aus Russland. Beliebt sind natürlich ebenfalls Zucker, Honig, weißer und brauner Kandis zum Süßen des Tees. Interessanterweise gibt es in Deutschland nur in Ostfriesland eine wirkliche Teekultur, wobei starker Tee mit flüssiger Sahne und Kluntjes (großer Würfelkandis) getrunken wird. Dieser wird traditionell nicht umgerührt, sodass während des Trinkens eine Geschmacksveränderung auftritt.

Für jeden das passende Geschirr

Tee wird seit jeher in speziell dafür gefertigten Gefäßen genossen. Zum Trinken haben sich kleinere Trinkgefäße eingebürgert, wie Schalen, Tassen oder Becher. Mittlerweile gibt es für jeden Geschmack das passende Teegeschirr – ob rustikal oder fein weiß. Auch hier beeinflussen uns die Briten am meisten. Das klassische Teegeschirr mit Teekanne, Stövchen und Teetasse gehören zur Standardausstattung bei der britischen Teezubereitung. Aber auch andere Formen werden immer beliebter, wie die Zubereitung im Becher mit einem Tee-Ei.

Tee ist sehr empfindlich, was die Lagerung betrifft. Er nimmt Fremdgerüche schnell an und sollte deshalb trocken, dunkel und kühl gelagert werden, zum Beispiel in einer Teedose. Tee ist im Grunde genommen unbegrenzt lagerfähig, wenn man Geschmacksveränderungen hinnehmen kann. Ungeöffnete Teepackungen gelten im Übrigen 3 Jahre lang als erntefrisch.